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Enhanced eBooks oder die Zukunft des Lesens

Ist Lesen sozial? Social Reading Features in eBooks

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„Bücher sind sozial“, meint Travis Alber, Gründerin von BookGlutton.

Spontan würde ich dem widersprechen. Ich lese allein. Und möchte dabei ebenso wenig vom klingelnden Nachbarn wie von Pop-Up Fenstern und anderem schmückenden Beiwerk gestört werden.

Aber: Lesen verändert sich. Und ja, die meisten Leser möchten über das, was sie lesen, sprechen. Je jünger, je lieber auch online. Und sieht man genauer hin, findet man wirklich neue und interessante Möglichkeiten und Plattformen, nicht nur im Web, sondern auch als Feature in Enhanced eBooks:

  • Auf Lovelybooks gibt es die „Buchfrage“ und LiveStreams; Leser können sich austauschen, Gruppen bilden, Rezensionen und Empfehlungen einstellen und mit Autoren in Kontakt treten.
  • BookGlutton und TheCopia bieten aus dem Buch heraus die Möglichkeit, mit anderen Lesern in Kontakt zu treten und zu diskutieren.
  • Readeo und astorybeforebed sind eine Art Vorlesen per Skype; Kinderbücher können gemeinsam am Computer von beliebigen Orten aus gelesen werden.
  • The Amanda Project ist eine interaktive Romanserie für Mädchen, die ein Profil anlegen und selbst zur Romanfigur werden können.

Jedes dieser Angebote ist innovativ und zeigt, dass sich nicht nur die Form der Information – das Buch –, sondern auch die Art und Weise ihrer Aufnahme – das Lesen – verändert. Schnell verändert.

Für alle, die mit Büchern arbeiten, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Es ist immens wichtig, Möglichkeiten zu prüfen, Know-How aufzubauen und Neuland mitzugestalten. Aber gibt es auch schon einen Markt für eBooks mit Social Reading Features?

Ein Blick auf das einzige deutsche Angebot beantwortet die Frage mit: Nein.

Auf Lovelybooks gibt es drei Titel aus Rowohlts neuer digitalbuchplus Reihe, aus denen heraus eine Buchfrage an den Autor gestellt werden kann. Sascha Lobo: Strohfeuer (erschienen am 17.09.2010), Bernhard Hoëcker/Tobias Zimmermann: Meilenweit für kein Kamel, und Thorsten Havener: Ich weiß, was du denkst (beide erschienen am 07.10.2010). Via eBook sind heute bei Strohfeuer 18, bei Meilenweit für kein Kamel 6 und bei Ich weiß, was du denkst 0 Buchfragen zu verzeichnen.

Das ist sehr wenig. Und mir fällt auch keine Buchfrage ein, denn ich lese am liebsten allein. Aber: Social Reading wird sich in den nächsten fünf  Jahren stark entwickeln. Da bin ich mit Travis Alber einer Meinung.

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